Programmtext Gerber/Erhard 9/22 zur Aufführung im Schwere Reiter

 

Limit II entstand aufgrund geänderter Stimmung der Zither als Version für Piccolo.

 

Im Kompositionsprozess wurde zuerst das DDR-Instrument aktiviert (Stimmung, Präparierung, Automatisierung der Hämmer). Auf dieser Basis selektierte Karl Gerber nach Gehör algorithmisch erzeugte komplexe Patterns. Diese wurden in einem Ablaufdiagramm komponiert. Die Flötenstimmen entwickelte Karina Erhard nach Analyse der Aufnahme vom Zitherautomaten. Bedenkt man, dass der Komponist auch den „Zither-Roboter“ geschaffen hat, so entgrenzen sich die Rollen von Instrumentenbauer, Komponist:in, Interpret:in und Videograph allmählich. Der Automat ist im Konzert gegenwärtig als Video-Zuspielung.